Über uns

1896 wurden wir von evangelischen Pfarrern zur Linderung der Wohnungsnot in Frankfurt gegründet.

 

Eine Wohnungs-Genossenschaft ist ein Verein und ein Unternehmen. Wir sind ein erfolgreicher Verein. Wir sind ein erfolgreiches Wirtschaftsunternehmen. Und dies schon seit über 100 Jahren. Was über 100 Jahre erfolgreich ist, dies muss doch gut sein.

Der Star ist unsere Unternehmensform: Das Genossenschaftswesen.

Das Wirtschaftsmodell der Genossenschaften ist ein Garant für nachhaltiges und besonnenes Wirtschaften. Dieses einfache Gebot haben Genossenschaften schon konsequent verfolgt, als diese zukunftsorientierte Geschäftspolitik noch als langweilig eingestuft wurde. Genossenschaften sind nicht dem Diktat der Gewinnmaximierung, des ständigen Wachstums und dem „reicher“ machen einzelner Anteilseigner verpflichtet. Genossenschaften haben eine besondere Rendite im Herzen: Die Rendite am Allgemeinwohl, die Rendite an ihren Mitgliedern, in der Form, dass dauerhaft sichere und preiswerte Wohnungen angeboten werden. Zudem haben wir noch hervorragende wirtschaftliche Kennzahlen. Uns ist es aber unwichtig, ob wir am Ende 2 %, 4 % oder 8 % Rendite erwirtschaften, wenn unsere Grundziele der sicheren und preiswerten Wohnungen, dem Diene für unser wunderschönes Frankfurt und der ordentlichen Bestandserhaltung erfüllt sind. Wir investieren überdurchschnittlich.

 

Genossenschaften erreichen ihre wirtschaftlich starke Sonderstellung durch niedrige Fixkosten, hohe Deckungsbeiträge, hocheffiziente Verwaltungen. Genossenschaften denken schon heute an das Morgen. Genossenschaften geben das aus, was sie erwirtschaften. Genossenschaften machen keine BWL Experimente. Genossenschaften sind konservativ. Genossenschaften sind solide. Genossenschaften sind besonnen. Genossenschaften sind gelebte soziale Marktwirtschaft in der Praxis. Und wir haben keine Verschuldung, d.h. die nächste Mitgliedergeneration kann 

 

schuldenfrei agieren. Dieses Beispiel empfehlen wir zur Nachahmung. Man kann es gar nicht hoch genug einschätzen, die Wirtschaftlichkeit unserer kleinen Traditionsgenossenschaft. Mit einer Investitionsquote von rd. 40 €/m²-Wohlfäche/p.a. zu investieren, dabei 4 % an die Mitglieder auf die Geschäftsguthaben auszuschütten, den Finanzmittelfonds zu erhöhen, den Verschuldungsgrad abzubauen und noch einen Jahresüberschuss zu erzielen trotz nur geringer Aktivierungsmöglichkeiten gemäß der Maßnahmen ist schon als beeindruckend zu bezeichnen. Wie wurde dies erzielt? Durch niedrige Fixkosten und hohe Deckungsbeiträge, ein Mittel, welches sich für die Unternehmensführung und den privaten Haushalt empfiehlt. Dazu die zuvor genannten betriebswirtschaftlichen Steuerungsmittel.
 
Eine Genossenschaft benötigt eine Philosophie, eine gute Liquidität und eine gute Organisation. Die moderne BWL tut sich schwer mit hoher Liquidität, ein Unternehmen mit einem alten Bestand benötigt aber dringend eine hohe Liquidität für die Bestandserhaltung.
 
Genossenschaften sind politisch neutral.
 
Unsere Wohnungs-Genossenschaft hat hervorragende betriebswirtschaftliche Kennzahlen, die es mit jeder privaten Vermögensverwaltung aufnehmen kann. Unsere Wohnungs-Genossenschaft ist in Frankfurt bestens vernetzt.

Religiöse Werte und genossenschaftliche Prinzipien prägen unsere Geschäftspolitik: 

Menschlichkeit im Mittelpunkt. 

 

Dafür werden wir oft belächelt. Wir sind davon überzeugt. Wir sind keine Träumer, wir wissen schon was in der Realität geht und nicht. Aber lassen Sie uns doch gemeinsam jeden Tag für dieses wunderbare Modell mit diesen wunderbarem Ansatz so antreten. Religiöse Nächstenliebe und genossenschaftliche Solidarität sind wichtige Elemente einer Bürgergesellschaft, für den sozialen Frieden einer Stadt und für die Lebensfreude und für das gute Wohnen in unseren Stadtteilen. Wir wollen bunte Stadtteile, in denen sich alle Bevölkerungsschichten wohl fühlen können.

 

An einer Schraube drehen wir nicht, die  unsere wirtschaftliche Schlagkraft noch deutlich erhöhe würde: An den Erträgen, an den Mieten. Wir haben im 12. Jahr in Folge keine allgemeinen Mieterhöhungen ausgesprochen.

 

Wir versuchen die 20 Jahresmarke zu erreichen, dies wäre ein Rekord für die Ewigkeit. Mietanpassungen gibt es bei uns nur bei Neuvermietung, Vertragsänderungen und/oder Modernisierungen gemäß § 559 BGB. Wir gehen unseren Weg, den erfolgreichen wirtschaftlichen „FWG Weg“. Leben und leben lassen, lieber ein wenig niedrigere Mieten, anstatt noch höhere Rendite.

 

Unsere Genossenschaft ist zu Hause in den Stadtteilen Bornheim, Nied, Nordend, Nordweststadt, Sachsenhausen und Westend. Unsere Standorte haben Charme und Spirit. Wir haben durchaus nicht die modernsten Gebäude, aber alle Gebäude können sich sehen lassen und bieten ein schönes zu Hause mit Wohlfühlcharakter.

 

Eine Genossenschaft ist kein Dienstleister. Eine Genossenschaft ist ein Vermögensverwalter.

Wir haben einen alten Bestand

Wir haben weiter viele Instandhaltungen vor uns. Wir reden es nicht schöner als es ist. Wir reden es nicht schlechter als es ist. Wenn wir weiter rd. 40 €/m²-Wohnfäche/p.a. in den Bestand investieren, können wir gelassen in die Zukunft schreiten. Es wird Geschäftsjahre geben, da werden wir einen Fehlbetrag ausweisen. Und dennoch werden unsere Kennzahlen auf höchstem Niveau bleiben.

 

Ein Fehlbetrag ist für ein Wohnungsunternehmen unserer Größenordnung nichts Dramatisches. Da geht es um Bilanzkosmetik. Wird eine große Fassade oder ein Dach eines Altbaus saniert, ist es gemäß HGB eine Instandhaltung, kann es nicht aktiviert werden. Es geht also um die Verteilung. Würde es aktiviert, wird es auf mehrere Geschäftsjahre verteilt, darf es nicht aktiviert werden, hat es in einem Geschäftsjahr vollen Einfluss auf die GuV und den Jahresüberschuss, der so ein Fehlbetrag werden kann. Finanziert werden muss es so oder so im betreffenden Geschäftsjahr.

Wir tragen mit Stolz den Namen unserer schönen Stadt im Firmennamen

Bei uns wohnt die Frankfurter Bürgergesellschaft. 

 

Wir sind ein sehr solide aufgestelltes Unternehmen.  Wir verfügen über eine ordentliche Liquidität, eine Unternehmensphilosophie und sind gut organisiert.

 

Unsere Türen sind immer geöffnet für die Sorgen und Nöte unserer Mieter. An dieser Stellen grüßen wir alle Wohnungsunternehmen.  Alle Wohnungs-Genossenschaften und kommunalen Wohnungsunternehmen leisten deutschlandweit einen unverzichtbaren Beitrag für guten, sicheren und preiswerten Wohnraum.

 

Wir danken der Stadt Frankfurt am Main für Ihr Vertrauen, welches sich in einer Mitgliedschaft an uns ausdrückt. Der VdW südwest ist auch der Pflichtprüfungsverband, der den Jahresabschluss, die wirtschaftlichen und rechtlichen Verhältnisse unsere Genossenschaft jedes Jahr strikt und umfassend prüft.Wir stellen uns gerne diesen Pflichten des Genossenschaftsgesetzes. Eine kritische Würdigung und Prüfung durch branchenerfahrene Prüfer des Prüfungsverbandes schützt uns vor möglichen Fehlentwicklungen und stärkt uns für die Zukunft. 

 

Die Wohnungsbaugenossenschaften haben bis heute eine tragende Rolle im Städtebau inne, werteorientiert und traditionsbewusst, innovativ und zukunftsorientiert. In Deutschland gibt es heute über 2.000 Baugenossenschaften. Diese verwalten über zwei Millionen Wohnungen und haben mehr als drei Millionen Mitglieder. Allein in Berlin werden von über 80 Wohnungsbaugenossenschaften mehr als 180.000 Wohnungen verwaltet, d.h. über zehn Prozent des gesamten Wohnungsbestandes dieser Stadt. Auch in Frankfurt sind die Wohnungs-Genossenschaften mit über 10.000 Wohneinheiten gemeinsam einer der größten Mietwohnungsbestandhalter.

 

Überall auf der Welt werden an Genossenschaften große Hoffnungen geknüpft. 

 

Das Genossenschaftssystem ist übrigens weltweit die Unternehmensform mit der niedrigsten Insolvenzquote. Auch in Krisenzeiten haben sich die Genossenschaften als robust und stabil präsentiert. Die Gründe dafür liegen in den zuvor genannten Handlungsweisen. Weltweit hat die genossenschaftliche Idee sich durchgesetzt: Es gibt mehr als 800 Millionen Genossenschaftsmitglieder in 100 Ländern. Die Vereinten Nationen hatten das Jahr 2012 zum „Internationalen Jahr der Genossenschaften“ ausgerufen. In Deutschland zählen die Genossenschaften mit über 18 Millionen Mitgliedern zu einer der größten wirtschaftlichen Kräfte der Republik. Nahezu jeder vierte Bundesbürger ist Mitglied in einer Genossenschaft. Es gibt Kreditgenossenschaften, landwirtschaftliche Genossenschaften und gewerbliche Genossenschaften. Genossenschaften sind große Unternehmen wie die Schwäbisch Hall, die R+V oder die Union Investment, aber auch eine Vielzahl von mittelgroßen und kleinen Unternehmen. So versorgen z.B. Genossenschaftsbanken weltweit 870 Millionen Menschen mit Krediten.

 

Auch europaweit gibt es interessante Fakten zu Genossenschaften. So werden z.B. 20 % des Wohnungsmarktes in Zürich durch Genossenschaften abgedeckt. Mehr als 6,5 % des Schweizer Bruttoinlandsproduktes werden durch zwei Genossenschaften erwirtschaftet. 20 % der Apotheken in Belgien sind in der Form der Genossenschaft. In Frankreich werden 60 % des Bankkundenprivatgeschäftiges durch Genossenschaftsbanken abgedeckt. Wir könnten hier noch zahlreiche Beispiele nennen für den Erfolg von Genossenschaften.

 

Die Wohnungswirtschaft muss sich vielen Herausforderungen und Zukunftsfragen stellen.

 

Z.B. müssen sich Unternehmen fragen, lohnt es noch nach bei bestimmen Häusern zu investieren oder wäre ein Neubau effektiver, wie geht dies überhaupt in der Praxis wirtschaftlich, wenn man als kleines Unternehmen ohne Kapazitäten ein Haus „leerziehen“ müssten. Viele Haustypen kommen in den Club der 100er Jahre, 200er Jahre, d.h. wie lange ist überhaupt die Lebensdauer eines Hauses, ab wann kann man es nicht mehr bewirtschaften. Energetische Optimierungsfragen bleiben ein Dauerbrenner, was ist die günstigste Energiequelle der Zukunft, wie wird eine wirtschaftliche und wohnliche Dämmung für alle Beteiligten erreicht, usw. Die Wohnungswirtschaft stellt sich den Themen. 

 

Aber auch jeder Haushalt muss an seiner eigenen ökologischen Effizienz arbeiten. Es kann gemeinsam sehr viel erreicht werden. Oft reichen ja schon kleine Maßnahmen, die nicht von hohem Aufwand sind, um wirkungsvoll Energie und Ressourcen einzusparen. Es wird viel erreicht, wenn Alle einiges tun, anstatt Einzelne radikale Schritte. Man sollte sich aber auch hinterfragen, ob all das, was bei uns mittlerweile als „selbstverständlich“ angesehen wird, was zu „bequem“ macht auch so sein muss. Vieles was für uns selbstverständlich ist und eine Banalität ist, wie z.B. die Frischwassersversorgung und Elektrik sind Besonderheiten, die  man auch so schätzen sollte. Man sollte immer wieder mal seine eigene Anspruchshaltung hinterfragen. So manches "Ärgernis" was uns mitgeteilt wird, ist objektiv betrachtet keine wesentliche und unzumutbare Beeinträchtigung.  

 

Wir wollen unser Vorwort „über uns“ aber an dieser Stelle mit einem motivierenden Fazit beenden. Deutschland ist ein modernes, wunderbares und weltoffenes Land, welches voller Chancen steckt. Die deutsche Wirtschaft ist innovativ, von der Ingenieurskunst über die Organisationsfähigkeit bis zu Zuverlässigkeit haben wir so viel Potential. Ein Land wie Deutschland, welches nicht reich gesegnet ist an Rohstoffen, ist wie kein anderes angewiesen auf den Fleiß, die Schaffenskraft und die Willenskraft seiner Bürger. Wir müssen unseren Nachwuchs weiter exzellent ausbilden. Die Infrastruktur und die Leistungsfähigkeit dieses Landes sind hervorragend. Wir sind der Überzeugung, dass die Bürger dieses Landes alle Herausforderungen meisten werden. Wir müssen die Sachlage immer ernsthaft analysieren und dann daraus die Zukunftschancen, die dieses Land hat, entwickeln. Es gibt auch genug zu bemängeln Natürlich müssen weiter viele Dinge verbessert werden. Dazu brauchen wir insbesondere Bescheidenheit, Vernunft und Weitsicht der handelnden Politiker und Manager der Wirtschaft. Und wir sind zu Hause in Europa. Wozu einzelne zu schwach sind, sind wir in der Gemeinschaft stark. Dies gilt für Genossenschaften und ist dessen Motto. Dies gilt für Europa. Ein geeintes Europa ist ein Grundpfeiler für Frieden und Zusammenhalt. Lassen Sie uns gemeinsam weiter dafür eintreten. Lassen Sie bitte auch immer Optimismus und Freude zu und sehen Sie auch immer die Chancen.

  

Wir sind der Meinung, dass sich jede Situation verbessern lässt mit genossenschaftlicher Solidarität, religiöser Nächstenliebe, einem Sinn für Gemeinschaftseigentum und der Bereitschaft und dem Willen seinem Land, seiner Stadt, seinem Verein, seinem Unternehmen und herunter gebrochen seinem Hauseingang und seiner Familie zu dienen und Verantwortung zu übernehmen, Demut und Bescheidenheit für die Schöpfung zu haben und ein verantwortungsbewusster Umgang mit Ressourcen zu pflegen.

Vorstand

Tanja Pfeiffer, Dieter Kettner, Michael Wettemann

Unser Vorstandsmitglied Michael Wettemann ist seit 2011  zum Mitglied des Verbandsrates des Verband der Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft e.V. Frankfurt am Main gewählt sowie seit 2009  zum Mitglied des Aufsichtsrates der Treuhandgesellschaft für die Südwestdeutsche Wohnungswirtschaft mbH Frankfurt am Main gewählt und seit 2008 zum Mitglied des Institutsbeirates des Instituts für Kooperationswesens an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen berufen.

Aufsichtsrat

Pfarrerin Katharina Stoodt-Neuschäfer, Harun Bostan, Rudolf H. Johnen, Jan Reißmann (Vorsitzender), Frank Martin Roth, Jörg Schwarz
 
Betriebswirtschaftliche und genossenschaftliche Berater
Prof. Dr. Markus Mändle, Professor für Volkswirtschaftslehre insbesondere Kooperationswesen, Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen; Timo Tschammler, MRICS MSc, Immobilienökonom (ebs), Dipl.-Betriebswirt (BA), Member of Management Board, Jones Lang LaSalle, Frankfurt am Main.

 

 

An dieser Stelle erlauben wir uns auf DESWOS hinzuweisen. Die DESWOS Deutsche Entwicklungshilfe für soziales Wohnungs- und Siedlungswesen e.V. ist ein gemeinnütziger und privater Verein. Sie wurde am 17.11.1969 gegründet, die Eintragung ins Vereinsregister erfolgte am 14.04.1970. Die DESWOS wird von den im GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. organisierten Verbänden der Wohnungswirtschaft und deren Mitgliedsunternehmen getragen. Wohnen ist ein Menschenrecht. So steht es in der Charta der Vereinten Nationen. 1,6 Milliarden Menschen leben auf der Erde auf engstem Raum, unter katastrophalen Bedingungen, ohne sauberes Trinkwasser, ohne WC Hygiene.
 
Im Internet erfahren Sie mehr über DESWOS:
www.deswos.de

 

 

An dieser Stelle erlauben wir uns auf den Verein Hilfe für krebskranke Kinder Frankfurt e.V. hinzuweisen. Der Verein besteht seit 1983. Der Verein unternimmt alles was in seiner Macht steht um krebskranken Kindern, Jungendlichen und jungen Erwachsenen sowie deren Familien die lange und schwere Zeit der Erkrankung zu erleichtern und die Hoffnung auf ein gesundes Leben zu stärken. Der Verein ist auf Spenden angewiesen. Wir haben großen Respekt vor der Arbeit dieses Vereins.
 
Im Internet erfahren Sie mehr über diesen förderungswürdigen Verein und seine hervorragende Arbeit:
www.kinderkrebs-frankfurt.de
 
Gerade der Genossenschaftsgedanke fordert von Mitgliedern eine besondere Wahrnehmung der Umwelt und der Solidarität. Im Alltag sollten wir immer solidarisch und religiös geprägt handeln und uns insbesondere für kranke und schwache Menschen einsetzen, für Gerechtigkeit und Chancengleichheit.
 
„Am meisten schenkt, wer Freude schenkt.“
(Agnes Gonxha Bojaxhiu) Mutter Teresa