Was ist eine Genossenschaft?
 
Mitgliedschaft

Eine Genossenschaft ist ein besonderer Vermieter. Die Mitglieder sind durch ihre Anteile am Eigenkapital beteiligt – somit die Eigentümer der Genossenschaft. Die Mitglieder genießen eine Mitbestimmungsmöglichkeit, welche im § 34 unserer Satzung geregelt ist.

 

 

Sicher Wohnen bei der FWG

Bei der Frankfurter Wohnungs-Genossenschaft wohnen Sie sicher. Auf die Frankfurter Wohnungs-Genossenschaft ist Verlass - schon seit 116 Jahren. Sicher Wohnen ist ein zeitloser Anspruch. Unsere Mieterinnen und Mieter sollen in ihren Wohnungen die notwendige Kraft tanken können für einen Alltag der schwierig genug und voller Herausforderungen ist. Ihre Wohnung soll Ihre sichere Burg sein - hier sollen Sie sich wohl, gut aufgehoben und zu Hause fühlen. 

 

Unsere Vorstände

Gemäß § 21 unserer Satzung besteht der Vorstand aus drei Personen. Der Vorstand leitet die Genossenschaft gemäß § 22 Abs. 1 unter eigener Verantwortung. Unserem Vorstand gehören Tanja Pfeiffer, Dieter Kettner und Michael Wettemann an.

Unser Vorstandsmitglied Michael Wettemann ist zusätzlich zum Verbandsratsmitglied des Verbandes der Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft e.V. Frankfurt am Main (vdwsuedwest.de) und als Aufsichtsratsmitglied der Treuhandgesellschaft für die Südwestdeutsche Wohnungswirtschaft mbH Frankfurt am Main (tdwsuedwest.de) bestellt sowie als Beiratsmitglied des Studienganges Immobilienwirtschaft (hfwu.de) und Beiratsmitglied des Institutes für Kooperationswesen der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (prof-maendle.de) berufen.

 

Unsere Aufsichtsräte

Gemäß § 25 unserer Satzung hat der Aufsichtsrat den Vorstand in seiner Geschäftsführung zu fördern und zu überwachen. Unserem Aufsichtsrat gehören Pfarrerin Katharina Stoodt-Neuschäfer, Thomas Gugger, Rudolf H. Johnen (stellv. Vorsitzender), Jan Reißmann, Frank Martin Roth (Schriftführer) und Jörg Schwarz (Vorsitzender) an.

 

Unsere Berater

Wir haben zur Stärkung unserer Genossenschaft unabhängige Berater für betriebswirtschaftliche und genossenschaftliche Sonderfragen von strategischem Interesse initiiert. Die Beratung erfolgt unabhängig und kostenfrei und hat das bekannte Ziel: Sicherung der Genossenschaft, Sicherung unseres Wohnungsbestandes, damit wir weiterhin gute, sichere und preiswerte Wohnungen anbieten können. Unsere Berater sind unabhängig, tragen keine Haftung und haben keine Rechte und Pflichten. Die Berater können vom Vorstand und vom Aufsichtsrat bei wichtigen Entscheidungen um eine unabhängige Meinung angefragt werden. Wir danken unseren Beratern Prof. Dr. Markus Mändle, Professor für Volkswirtschaftslehre insbesondere Kooperationswesen, Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen und Timo Tschammler, MRICS MSc, Immobilienökonom (ebs), Dipl.-Betriebswirt (BA), Vorsitzender der Geschäftsführung, DTZ Deutschland Holding GmbH, Frankfurt am Main. Wir danken den Herren für Ihr Vertrauen unserer Traditionsgenossenschaft gegenüber.

 
FWG Zentrale
 

Über uns

Wappen

Eine Genossenschaft ist eine Vermögensverwaltung. Wir sind ein Zusammenschluss von Mitgliedern mit dem Ziel Mietwohnungen zu bauen, zu bewirtschaften und zu erhalten. Das Grundprinzip einer Genossenschaft ist Selbsthilfe, Selbstbestimmung, Selbstverantwortung, Selbstverwaltung. Unsere Mitglieder genießen in ihren Wohnungen ein unbefristetes, lebenslanges Wohnrecht. Wir haben eine über hundertjährige erfolgreiche Tradition – der Gedanke der Solidarität steht seit dieser Zeit im Vordergrund.  

 

Eine Genossenschaft ist ein Wirtschaftsunternehmen mit einem großen Vorteil: Die Verwaltungskosten werden so gering wie möglich gehalten, die Erträge kommen ausschließlich den Mitgliedern wieder zu Gute. I.d.R. wird eine 4 % Dividende an das dividendenberechtigte Kapital zum 01.01. eines Geschäftsjahres an die Mitglieder ausgeschüttet. Die Jahresüberschüsse werden thesauriert und den Instandhaltungen und Modernisierungen der Gebäude zugeführt.

 

Der Vorstand hat die gesetzliche Aufgabe und satzungsgemäße Verpflichtung sicherzustellen, dass die Genossenschaft auf Dauer gesichert ist. Die reale Durchführung der Förderung verlangt eine dynamische Ausprägung sowie ein bestimmtes Maß an Autonomie der Geschäftsführung und deren Verpflichtung zur Entfaltung eigener Initiative im Interesse der Mitglieder. Sie haben ein Recht auf professionelle Führung.

Wir versuchen die Grundnutzungsgebühr so niedrig wie möglich zu halten und dennoch genug zu generieren, um dem Geschäftsbetrieb und den vielfältigen Anforderungen gerecht zu werden.  

 

Unsere Genossenschaft heißt jede Person herzlich willkommen, unabhängig ihrer Rasse, ihrer ethnischen Herkunft, ihres Geschlechts, ihrer Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, ihres Alters, oder ihrer sexuellen Identität, sofern erwartet werden kann, dass sie sich mit den Zielen der Satzung der FWG identifiziert, sich in eine Hausgemeinschaft einfügt und andere Mieter und Mitglieder respektiert.  

 

Unsere Genossenschaft hat hervorragend betriebswirtschaftliche Kennzahlen, ist ein wirtschaftlich sehr erfolgreiches Unternehmen. Wir unternehmen keine waghalsigen Finanzgeschäfte und führen keine Risikogeschäfte aus, der Fokus liegt ganz klar auf unserem Kerngeschäft, den Bestandsbauten und unserem soliden Bestand. Wir wollen auch zukünftig frei bleiben von Förderzwängen. Unsere Genossenschaft wird in mittelfristig in den erlauchten Kreis der mit 100 % Eigenkapital finanzierten Wohnungsunternehmen vordringen. Wir arbeiten mit unseren hervorragendne Deckungsbeiträgen und unserem Cashflow. Wir haben die erfolgreiche Politik der Vorjahre konsequent weiter verfolgt.

 

So lange eine Genossenschaft wirtschaftlich stark ist und bleibt, so wie unsere Traditionsgenossenschaft, kann ihr nichts passieren. Solange eine Genossenschaft auf ordentlichem Niveau die Deckungsbeiträge für die Bestandserhaltung einsetzt, kann ihr nichts passieren. Wir haben in den letzten Jahren sowie in diesem Jahr weit über dem Branchendurchschnitt investiert. Wir haben einen alten Bestand, unser neustes Gebäude ist aus den Ende 70iger Jahren. Wir werden auch zukünftig hohe Mittel (und über dem Branchendurchschnitt) in den Häuserbestand investieren müssen. Dies wird uns arbeitsmäßig und finanziell sehr belasten, aber wir werden es stemmen können. Wir sorgen dafür, dass unsere Genossenschaft wirtschaftlich stark bleibt und unser Bestand kontinuierlich saniert wird. Dann können wir alle Angriffe von außen und innen erfolgreich abwehren.

 

Der Diskrepanz zwischen modernisierten Häusern/Wohnungen und nicht modernisierten Wohnungen werden wir dadurch gerecht, dass modernisierte Häuser/Wohnungen selbstverständlich dementsprechend im Mietpreis höher liegen, bei uns im Durchschnitt 33 % über unserem Mietpreisdurchschnitt.

 

Ein Indiz für die Attraktivität unserer Genossenschaft ist die seit Jahren ungebrochene festzustellende sehr hohe Nachfrage. Wir mussten die Interessentenlisten für Wohnraum und Mitgliedschaften schließen. Eine Ende ist derzeit nicht in Sicht. Eine Wohnung bei unserer Traditionsgenossenschaft ist ein begehrtes und knappes Gut. Wir erhalten, obwohl wir keine Werbung für Wohnungen geschaltet haben, pro Woche unaufgefordert durchschnittlich 20 Anrufe und 14 e-mails für Wohnraumanfragen/Mitgliedschaftsanfragen. Es tut uns Leid und wir haben Verständnis für den Frust, dass wir derzeit so viele Absagen erteilen müssen.

 

Eine kleine Genossenschaft sollte gut vernetzt sein. Getreu dem Genossenschaftsmotto „wozu der Einzelne zu schwach ist sind wir in der Gruppe stark“. An dieser Stelle danken wir unseren befreundeten Genossenschaften in Frankfurt, dem Rhein-Main Gebiet sowie den bundesweiten sehr guten Kontakten und unserem Verband, dem Verband der Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft e.V. Frankfurt am Main - VdW südwest (Zusammenschluss von 200 Wohnungsunternehmen mit 400.000 Wohneinheiten in Hessen und Rheinland-Pfalz). Wir stehen in engem Austausch und in vertraulichen und freundschaftlichen Beziehungen zu einer Vielzahl anderer deutscher Wohnungsunternehmen. Wir danken der Stadt Frankfurt am Main für Ihr Vertrauen, welches sich in einer Mitgliedschaft an uns ausdrückt. Der VdW südwest ist auch der Pflichtprüfungsverband, der den Jahresabschluss, die wirtschaftlichen und rechtlichen Verhältnisse unsere Genossenschaft jedes Jahr strikt und umfassend prüft. Wir stellen uns gerne diesen Pflichten des Genossenschaftsgesetzes. Eine kritische Würdigung und Prüfung durch branchenerfahrene Prüfer des Prüfungsverbandes schützt uns vor möglichen Fehlentwicklungen und stärkt uns für die Zukunft. 

 

Die Wohnungsbaugenossenschaften haben bis heute eine tragende Rolle im Städtebau inne, werteorientiert und traditionsbewusst, innovativ und zukunftsorientiert. In Deutschland gibt es heute über 2.000 Baugenossenschaften. Diese verwalten über zwei Millionen Wohnungen und haben mehr als drei Millionen Mitglieder. Allein in Berlin werden von über 80 Wohnungsbaugenossenschaften mehr als 180.000 Wohnungen verwaltet, d.h. über zehn Prozent des gesamten Wohnungsbestandes dieser Stadt.

 

Weltweit hat die genossenschaftliche Idee sich durchgesetzt: Es gibt mehr als 800 Millionen Genossenschaftsmitglieder in 100 Ländern. Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2012 zum „Internationalen Jahr der Genossenschaften“ ausgerufen. In Deutschland zählen die Genossenschaften mit über 18 Millionen Mitgliedern zu einer der größten wirtschaftlichen Kräfte der Republik. Nahezu jeder vierte Bundesbürger ist Mitglied in einer Genossenschaft. Es gibt Kreditgenossenschaften, landwirtschaftliche Genossenschaften und gewerbliche Genossenschaften. Genossenschaften sind große Unternehmen wie die Schwäbisch Hall, die R+V oder die Union Investment, aber auch eine Vielzahl von mittelgroßen und kleinen Unternehmen. Überall auf der Welt werden an Genossenschaften große Hoffnungen geknüpft. So versorgen z.B. Genossenschaftsbanken weltweit 870 Millionen Menschen mit Krediten.

Die Wohnungswirtschaft muss sich vielen Herausforderungen stellen. Z.B. müssen sich Unternehmen fragen, lohnt es noch nach zu investieren bei bestimmen Häusern oder wäre ein Neubau effektiver, wie geht dies überhaupt in der Praxis, viele Haustypen kommen in den Club der 100er Jahre, d.h. wie lange ist überhaupt die Lebensdauer eines Hauses, energetische Optimierungsfragen bleiben ein Dauerbrenner, was ist die günstigste Energiequelle der Zukunft, wie wird eine wirtschaftliche Dämmung für das Unternehmen erreicht, usw. Die Wohnungswirtschaft stellt sich den Themen. Die Politik ist gefordert, verlässliche und praxisfreundliche Rahmenbedingungen zu schaffen.Auch die einzelnen Haushalte werden zukünftig sich in ihrem Verhalten umstellen müssen. Wenn jeder Haushalt an seiner eigenen ökologischen Effizienz arbeitet, dann wird gemeinsam sehr viel erreicht. Oft reichen ja schon kleine Maßnahmen, die nicht von hohem Aufwand sind, um viel zu erreichen. Es wird viel erreicht, wenn alle einiges tun, anstatt Einzelne radikale Schritte. Dies kann ja schon durch einfache Maßnahmen wie z.B. das Ausstellen von Standby-Geräten sein. Der hohe Standard des selbstverständlichen „Energiewohlstands“ wird so mittelfristig nicht zu halten sein und sich verteuern. Man sollte sich aber auch hinterfragen, ob all das, was bei uns mittlerweile als selbstverständlich angesehen wird, auch so sein muss. Aber auch an dieser Stelle sollte nicht alles schlecht geredet werden. Die Industrie wird Antworten geben und hat sie ja schon in vielen Fällen „in der Schublade“. Sie wird dann handeln, wenn sie muss und die „cashcows“ keine mehr sind. In vielen Bereichen wird die Innovation siegen, dann wenn sie wirklich gefordert ist und wirtschaftlicher ist als gewohnte Abläufe. Insgesamt ist die Politik gefordert praxisorientierte Modelle anzubieten, wie z.B. einen günstigen Nahverkehr, eine Energieversorgung durch regenerative Energiequellen.